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Der Eintritt in das Franziskanerinnenkloster „Maria Stern“

„ERFREUT“, DEM ZIEL IHRER INNIGEN SEHNSUCHT ENTGEGEN ZU FLIEGEN

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Im Jahr 1866, fünf Jahre nachdem sie „in besonderer Weise zum Ordensleben“ berufen worden war, gelang es Mutter Franziska schließlich, ihre Eltern von ihrer Ordensberufung zu überzeugen oder zumindest ihren Widerstand zu überwinden. Am 22. September verabschiedete sie sich, wie sie in ihrem Notizbuch vermerkte, von ihrer Familie, und drei Tage später, am 25. September, trat sie, ihrem Vater gehorchend, der wünschte, dass sie wenigstens einen nicht übermäßig strengen Orden wählte, bei den Franziskanerinnen von Maria Stern in Augsburg ein und begann am 17. Oktober ihr Postulat. Später, 1869, drückte sie in einem Brief an ihre Eltern anlässlich deren fünfundzwanzigstem Hochzeitstag ihre ganze Freude über die Zustimmung aus, die sie nach Jahren des schmerzhaften Wartens erhalten hatte:

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„Niemand... ist Euch mehr dankbar als ich. Oh, wie glücklich habt Ihr mich gemacht, als Ihr mir die Erlaubnis gabt, einem religiösen Orden beizutreten!  Ja, der Himmel wird Euch für alles, was Ihr getan habt, segnen…“

Die 22-jährige junge Frau kannte das Institut sehr gut. Nach der Grundschule, in den Jahren ihrer Jugend, hatte sie dieses als Schülerin bis zu ihrem Abschluss als Lehrerin besucht. Nun, als sie in den Orden eintrat, wollte sie sich in den Dienst der Armen und Kranken stellen, aber man beauftragte sie, ihre Studien in Französisch und Musik fortzusetzen und sich dann dem Unterricht zu widmen. Wieder einmal gehorchte sie, indem sie sich selbst verleugnete, innerlich leidend, stürzte sie sich kopfüber in die Erfüllung der Anweisungen, die sie erhalten hatte.

DAS NOVIZIAT UND DIE ORDENSPROFESS

Am 3. Juni 1867 begann Mutter Franziska das Noviziat, trug das Ordensgewand der Franziskanerinnen von Maria Stern und nahm den Namen Schwester Maria Angela an. Doch der „alte Kampf“, wie sie ihn selbst bezeichnete, hörte nicht auf. Die Ordnung, die Hingabe und der Fleiß im Institut Maria Stern löschten ihren inneren Zwiespalt nicht aus: „Ein strenger Orden passt zu Dir“, war das Raunen ihres Herzens, das sich auf geheimnisvolle Weise von höheren Zielen und noch radikaleren Lebensstilen angezogen fühlte.

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“ Nach einem halben Jahr wurde ich eingekleidet, und kaum trug ich das Ordenskleid, trat der alte Kampf[1] wieder an mich heran: „Du gehörst in einen strengen Orden“, hallte es in meiner Seele wider. Niemand war Zeuge meines Ringens. Nur der hochselige Herr Domprobst Allioli, Beichtvater der Klosterfrauen von St. Maria Stern, erlaubte mir eine strengere Lebensweise und beruhigte mich“.

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Im Schmelztiegel dieser Unruhe und fest entschlossen, den Willen Gottes zu suchen und ihm zu folgen, legte sie am 8. Juni 1868 ihr Ordensgelübde ab: „Ich legte die Heilige Profess ab“, schrieb sie.

© 2020 SCHWESTERN VON DER SCHMERZHAFTEN MUTTER

des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franz von Assisi

GENERALARCHIV - ROM

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