
VON WACHEM INTELLEKT
Mutter Franziska “begann im Alter von vier Jahren vorzeitig mit der Bildung und lernte kurze Gedichte. [...] als sie sechs Jahre alt war, erhielt sie die erste Schulausbildung von den Schwestern von Notre Dame, denen damals die Mädchenschule der Stadt anvertraut war. Sie hatte einen wachen Verstand, lernte leicht und hatte ein gutes Gedächtnis und ein klares Urteilsvermögen” (P. Aquilino Reichert).
Nach Abschluss der Volksschule wurde sie 1858 von ihren Eltern nach Augsburg geschickt, um ihre höhere Schule am Institut “Maria Stern” der Franziskanerinnen fortzusetzen, das neben den traditionellen Schulfächern auch den Sprach- und Musikunterricht förderte. Mutter Franziska lernte Französisch und übte sich im Violinen- und Klavierspiel.
Die Ausbildung


DIESE GESUNDE JUGENDLICHE UNRUHE
Nach vier Jahren, 1862, schloss sie die Schule erfolgreich ab, erhielt ihr Lehrdiplom und kehrte zu ihrer Familie nach Mellrichstadt zurück, wo sie sich einem eher zurückgezogenen und ruhigen Leben widmete. Dies obwohl sie bereits jene gesunden Unruhe ergriffen hatte, die gewöhnlich auf dem Weg der Suche nach der Berufung entsteht, wenn man die ersten Anzeichen eines echten Wunsches nach Hingabe wahrnimmt und sich fragt: “Herr, was willst du, dass ich tue?”

