


“WIE DAS WEIZENKORN”
Am 14. Oktober 1910 wurde Mutter Franziska zum 25. Jahrestag des Dienstes von Monsignore Jacquemin für die Kongregation nach Rom eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurde sie von ihm den versammelten Schwestern und Novizinnen als Gründerin der Kongregation vorgestellt. Nach dem Fest blieb sie nur wenige Tage in Rom und kehrte dann mit der dortigen Oberin Schwester M. Bernarda nach Castel Sant'Elia zurück.
Ende November bat sie darum, zehn Tage lang Exerzitien machen zu dürfen, obwohl sie sie bereits zusammen mit der Gemeinschaft gemacht hatte. Am 2. Februar 1911 fiel sie in der Kapelle in Ohnmacht, woraufhin sie gezwungen war, im Bett zu bleiben, da sie starke und anhaltende Kopfschmerzen hatte. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar verschlechterte sich die Situation und sie empfing bei vollem Bewusstsein die Letzte Ölung und die Sterbesakramente.
Bischof Doebbing besuchte sie mehrmals und bat sie um ihr Gebet für die Diözese und die Kirche. Am Abend des 5. März traf Monsignore Jacquemin aus Rom ein, um ihr einen besonderen apostolischen Segen von Papst Pius X. verbunden mit einem vollkommenen Ablass zu überbringen. Im Morgengrauen des 6. März, dem Tag der endgültigen Approbation der Kongregation und der Konstitutionen, begann Mutter Franziskas Todenkampf, und während der Eucharistiefeier, zum Zeitüunkt des des Gloria starb sie in Frieden, umgeben von den Schwestern, die zu ihrem Bett geeilt waren. Nach dem Gebet des Stabat Mater kehrten die Schwestern in die Kapelle zurück, um die heilige Messe fortzusetzen. Der Leichnam wurde in der Halle des Kindergartens aufgebahrt, damit die Menschen im Gebet innehalten und Mutter Franziska ehren konnten. Am 8. März 1911 richtete die Gemeinde Castel Sant'Elia als Zeichen der Dankbarkeit auf eigene Kosten ein feierliches Begräbnis aus.
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