

„WIE DAS WEIZENKORN“
1867, ein Jahr vor der Ankunft von Mutter Franziska in Nördlingen, hatte der örtliche Schulinspektor Michael Wildegger, der zugleich Pfarrer von Sankt Salvator und Mitglied des Reichstags, des höchsten gesetzgebenden Organs des Deutschen Bundes, war, ein „Filialinstitut für Klosterfrauen“ geplant, um auch Mädchen die Chance auf Bildung und Kultur zu geben.
Diese Mädchenschule sollte auch eine Schmiede der katholischen Erziehung sein, die in der Lage war, dem protestantischen Bekehrungseifer entgegenzuwirken. Um diese Bildungseinrichtung zu gründen, wandte sich Michael Wildegger nach der Zustimmung von Bischof Pankratius von Dinkel an die Generaloberin der Franziskanerinnen von Maria Stern, Mutter Salesia Ellersdorfer, die sich sofort für die Leitung des Werkes zur Verfügung stellte. Das Projekt sollte 1868 in Angriff genommen werden, genau in dem Jahr, in dem Mutter Franziska nach Nördlingen geschickt wurde.
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