
„Möge die Gnade meinem Schreiben ein wenig ihr Licht geben!“
(Mutter Franziska Streitel)
ADRESSAT DER BRIEFE
Mathias Schübel, Bürgermeister von Abenberg
Mathias Schübel wurde 1835 in Abenberg, Deutschland, geboren. Er war Bürgermeister von Abenberg im Jahr 1891, als Mutter Franziska auf dem Rückweg von den Vereinigten Staaten von Amerika über Antwerpen nach Abenberg kam. Dort versammelte sie eine kleine Gruppe von jungen Mädchen um sich, die mit ihr nach Rom gehen würden, um der Kongregation beizutreten. Unter ihnen war auch die Tochter des Bürgermeisters, die später Schwester M. Ermesinda wurde. Später traten zwei weitere Töchter, Schwester Annunciata und Schwester Eleonora, in die Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter ein. Während des Besuchs von Mutter Franziska zeigte ihr der Bürgermeister die Ruinen des Klosters der Augustinerinnen Marienburg und das Grab der seligen Stilla. Er bemühte sich intensiv und setzte sich umgehend mit den zivilen Behörden in Verbindung, um eine Niederlassung der Kongregation in Abenberg zu eröffnen. Doch trotz aller Anstrengungen konnte dieses das Ziel damals nicht erreicht werden: Die Regierung des bayerischen Königreichs im Landkreis München erlaubte nach den Gesetzen des Kulturkampfes keine Neueröffnung einer Ordensgemeinschaft geschweige denn einer Gemeinschaft, die ihren Hauptsitz nicht in Deutschland hatte. Mathias Schübel starb 1914 im Alter von 79 Jahren.
